MLP enttäuscht seine Kunden

von Thomas Mai - 26.10.2015

"Ja, wir wollen Ihr Geld"- mit Sprüchen wie diesem startete der Finanzdienstleister MLP vergangenes Jahr seine "Offene Worte"-Kampagne. Makler des Finanzvertriebs vermitteln an ihre Kunden Versicherungen, Geldanlagen und Finanzierungen. Es kommt nicht selten vor, dass sie gleich mit einer Handvoll fondsgebundener Versicherungen versorgt werden. Herr G. wurden zwischen 1999 und 2004 neben fünf Fondspolicen auch eine Riester-Fondspolice vermittelt. Er würde damit kontinuierlich Kapital für die Altersvorsorge aufbauen, hieß es.

Herr G. jedoch wunderte sich über das dürftige Ergebnis und wandte sich direkt an MLP. Der Finanzdienstleister antwortete mit dem Hinweis, dass man nicht zur Aufschlüsselung der Kosten verpflichtet sei; aber die Differenz aus eingezahlten Beiträgen und investierter Summe würde der bisherigen Gesamtkostenbelastung entsprechen.

Demnach sind teils nur 67 bis 75 Prozent investiert, das heißt: allein 25 bis 33 Prozent der Beiträge sind Kosten gewesen. MLP nennt dem Kunden auch eine Wertentwicklung für jeden einzelnen Vertrag. Sie bezieht sich aber nur auf das investierte Kapital. So hätte er hier mal eine Performance von mehr als sechs Prozent und dort mal eine knapp unter sechs Prozent erreicht. Nach 14 oder 15 Jahren Laufzeit entspricht dies nicht mal einer jährlichen Rendite von 0,5 Prozent.

Das Schicksal des Herrn G. teilen Tausende MLP-Kunden, die solche fondsgebundenen Verträge besitzen. Ihr investiertes Geld landete im MLP-Portfolio IV, bestehend aus sieben Dachfonds. Neben Dach- und Zielfondskosten finden sich Gründe für die schlechte Entwicklung auch in der Fondsauswahl und dem Management. Von 1994 bis 2014 betrug die Performance etwas über 32 Prozent - das sind nicht mal 1,5 Prozent jährliche Rendite.

Zum Vergleich: Hätte man das Geld in den weltweiten Aktien- und Rentenindex MSCI World und Rex investiert, hätte man die zehnfache Performance erzielt. Herr G. hat so mit allen Verträgen bis heute nicht mal die Inflationsrate übertroffen. Offene Worte blieb MLP hier schuldig.

Quelle: Weser-Kurier vom 26.10.2015

Damit es Ihnen nicht geht, wie Herrn G. in dem o.g. Artikel, überprüfen wir - auf Honorarbasis - gerne Ihre bestehenden Verträge hinsichtlich versteckter Kosten.

 


Sven Milke
Geschäftsführer
Betriebswirt bAV (FH)

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